Die Gemeinde Nordharz liegt in Sachsen-Anhalt und zählt 7.656 Einwohner bei einer Fläche von 110.8 km².
Windenergie-Spitzenreiter unter den ostdeutschen Ländern, demografischer Wandel begrenzt jedoch die Investitionsdynamik.
Die Wärmewende hat Nordharz noch nicht erreicht: 81,2% der 2.595 Gebäude heizen mit Gas oder Heizöl, Wärmepumpen spielen mit 2,6% kaum eine Rolle.
Die 707 Solaranlagen in Nordharz haben eine überdurchschnittliche Größe von 63,8 kWp – ein Hinweis auf gewerbliche Nutzung. Insgesamt sind 45,1 MWp installiert.
Mit 74 €/m² liegt der Baulandpreis in Nordharz deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 180 €/m². Platz 4 der teuersten Gemeinden in Sachsen-Anhalt.
Der Glasfaserausbau in Nordharz ist mit 78,4% gut fortgeschritten, 98,8% der Haushalte erreichen mindestens 50 Mbit/s. Auch beim Mobilfunk ist Nordharz mit 100,0% 5G-Abdeckung gut aufgestellt.
Für E-Mobilität stehen in Nordharz 2 Ladepunkte an 2 Standorten bereit.
🔥 Heizung & Energieträger
2.595 Gebäude mit Wohnraum (Zensus 2022)
☀️ Solaranlagen
⌀ Leistung/Anlage63,8 kWp
Erste Anlage08.06.2001
Letzte Anlage28.02.2026
🏠 Immobilien & Grundstücke
Grundsteuer B400%
Grundsteuer A300%
Gewerbesteuer400%
Datenstand Hebesätze2024
📍 Gemeindeprofil
Einwohner7.656
Fläche110.8 km²
Bevölkerungsdichte69 Ew/km²
Postleitzahl38871
BundeslandSachsen-Anhalt
Nordharz im Vergleich
Gemeindewerte gegenüber dem einfachen Durchschnitt aller Gemeinden im Land und im Bund.
KennzahlNordharzSachsen-AnhaltDeutschland
Gas-Heizung64,2%48,7%37,4%
Wärmepumpe2,6%3,2%5,1%
Bauland74,9 €/m²50,2 €/m²180,6 €/m²
Glasfaser78,4%45,0%41,7%
💡 Tipps für Nordharz
Heizungswechsel prüfen
In Nordharz entfallen 81,2% der erfassten Heizenergie auf Gas und Heizöl. Welche Technik für ein einzelnes Gebäude geeignet ist, hängt von Gebäudezustand, Wärmenetzplanung und Finanzierung ab. Eine unabhängige Energieberatung kann diese Optionen anhand des konkreten Hauses vergleichen.
Eigenverbrauch optimieren
Die durchschnittliche Anlagengröße von 63,8 kWp in Nordharz deutet auf größere Dachanlagen hin. Ob ein Batteriespeicher wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom individuellen Lastprofil, den Stromtarifen und den Investitionskosten ab.
Ladeinfrastruktur ausbauen
In Nordharz sind 2,6 öffentliche Ladepunkte pro 10.000 Einwohner erfasst. Der Kennwert beschreibt nur öffentlich gemeldete Infrastruktur und sagt nichts über private Ladepunkte oder den Bedarf an einem konkreten Standort aus.
Häufige Fragen zu Nordharz
Wie heizt man in Nordharz?
Nordharz ist noch stark von fossilen Energieträgern abhängig: In den 2.595 Gebäuden mit Wohnraum entfallen 81,2% auf Gas (64,2%) und Heizöl (17,0%). Der Wärmepumpenanteil von 2,6% liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (5,1%). Im Vergleich zu Sachsen-Anhalt (Ø 48,7% Gas) liegt Nordharz über dem Landesdurchschnitt.
Wie viele Solaranlagen gibt es in Nordharz?
Die 707 Solaranlagen in Nordharz fallen durch ihre überdurchschnittliche Größe von 63,8 kWp auf – ein Indikator für gewerbliche und landwirtschaftliche Nutzung. Zusammen erreichen sie 45,1 MWp. Die älteste Anlage ging am 08.06.2001 ans Netz, die neueste am 28.02.2026.
Was kostet Bauland in Nordharz?
Der durchschnittliche Baulandpreis in Nordharz beträgt 74 €/m² laut INKAR/BBSR (Stand 2022). Damit liegt Nordharz über dem Sachsen-Anhalt-Durchschnitt von 50 €/m². Im Bundesvergleich (Ø 180 €/m²) ist das deutlich unter dem Durchschnitt. Für ein typisches 500-m²-Grundstück ergibt sich rechnerisch rund 37.450 €. Hinzu kommt ein Grundsteuer-B-Hebesatz von 400%.
Wie schnell ist das Internet in Nordharz?
In Nordharz können 98,8% der Haushalte mindestens 50 Mbit/s und 93,6% mindestens 100 Mbit/s empfangen (Stand Juni 2025). Glasfaseranschlüsse (FTTH/FTTB ab 1 Gbit/s) sind für 78,4% verfügbar. Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 41,7%. Im Mobilfunk: 100,0% 4G-Abdeckung, 100,0% 5G.
Gibt es Ladestationen für Elektroautos in Nordharz?
In Nordharz gibt es 2 öffentlich zugängliche Ladepunkte an 2 Standorten mit einer Gesamtleistung von 22 kW. Das entspricht 2,6 Ladepunkten pro 10.000 Einwohner. Schnelllader sind noch nicht verfügbar.
Quellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur, 2026), Zensus 2022 (Destatis),
Hebesätze der Realsteuern 2024 (Statistische Ämter/Destatis), Ladesäulenregister (Bundesnetzagentur, Feb. 2026),
Breitbandatlas (Bundesnetzagentur, Juni 2025), INKAR Baulandpreise 2022 (BBSR),
Gemeindeverzeichnis (Destatis, Q1 2026). Datenstand: März 2026.